Über das Tarot

Das Tarotspiel entstand in der italienischen Renaissance, um 1430 in Mailand und Bologna.

Wer die ersten Karten gemalt ist unklar. Heute gibt es dutzende verschiedene Tarotspiele, die sich künstlerisch stark unterscheiden, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die popolärsten Decks sind sicherlich das Rider Waite Tarot, das Crowley Toth Tarot sowie das Tarot de Marseille.

Ein Deck besteht normalerweise aus insgesamt 78 Karten, die sich in 2 Gruppen einteilen. Die 22 großen Arkana und die 56 kleinen Arkana. Arkana bedeutet Geheimnisse. Die großen Arkana, auch Trümpfe genannt, stellen die großen Lebenssituationen sowie die seelischen Archetypen dar. Die kleinen Arkana stehen mehr für die Alltagssituationen. Sie teilen sich in 4 Sätze auf, die den 4 Elementen zugeordnet sind. Stäbe für das Feuer, Schwerter für die Luft, Kelche für das Wasser und Münzen für die Erde.


Das Tarot eignet sich wunderbar, um eine Situation zu beleuchten. Es zeigt die seelischen und psychologischen Hintergründe an. Die Karten zeigen uns, was gerade „in der Luft“ liegt. Und man kann einen Blick in die Zukunft werfen – wie sich die Dinge entwickeln werden und was auf uns zu kommt. Dabei sei gesagt, dass die Zukunft niemals fest geschrieben ist. Die Karten zeigen die Entwicklungen, die kommen, wenn alles so weiter läuft, wie es gerade ist. Also eine Tendenz. Das Gute daran ist, wir können unser Schicksal ändern, wenn wir es kennen und eine andere Richtung einschlagen. Und wenn wir das tun, ist die gezeigte Tendenz natürlich hinfällig.


Die Karten geben auch eine sehr gute Hilfe in Entscheidungssituationen. Wie oft weiß man einfach nicht, welcher Weg jetzt der richtige ist, wie man sich entscheiden soll, wie es weiter gehen soll. Tarot zeigt für jeden Weg die Möglichkeiten und Konsequenzen an. Das, was einen erwartet, wenn man sich für den einen oder den anderen Weg entscheidet. Es nimmt dem Frager die Entscheidung nicht ab. Aber es hilft dabei, die Möglichkeiten abzuwägen und mehr Klarheit zu bekommen.

 

Des Weiteren bietet das Tarot die Möglichkeit, sich selbst besser zu kennen zu lernen. Es ist eine große Hilfe auf dem Weg zur Selbsterkenntnis. Da es von der Symbolkraft der Bilder lebt, spricht es direkt mit unserem Unterbewusstsein.

Wer sich mit Tarot beschäftigt, schult seine Intuition und lernt zu verstehen, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als das, was wir mit bloßem Auge sehen können.

Es lohnt sich, den Schleier zu lüften und einen Blick hinter das Verborgene zu werfen. Ein Blick hinter die Kulissen deines Lebens...

Was ist nicht möglich?

Das Tarot kann nicht konkret mit Ja oder Nein antworten. Es spricht in Bildern. Auch sind keine Namen, Nummern, Orte und Zeitangaben auf den Karten abgebildet. Ebenfalls eignet es sich nicht zur Stellung einer Diagnose.

Kartenleger sind keine Hellseher. Vielleicht einige ;) aber normalerweise nicht. Das heißt, es ist bei gewissen (schwierigen) Themen schon wichtig, ein verständliches Bild von der Thematik zu haben, um die es geht, damit eine gute Beratung möglich wird. Ähnlich wie bei einem Arztbesuch, wo man seine Beschwerden und Symptome genau schildert, damit der Arzt die richtige Diagnose stellen und geeignete Therapien verordnen kann.